Tipps zum sparsamen und umweltschonenden Fahren

Verbrauchsangaben in Prospekten und Dokumenten beziehen sich üblicherweise auf einen zugrunde gelegten Standard-Fahrzyklus, weil nur so eine Vergleichbarkeit der Werte gewährleistet werden kann. Für den Geldbeutel und die Umwelt sind aber letztendlich die absoluten Werte entscheidend. So sind in der Praxis auch Nutzungsbedingungen und Fahrstil von großer Bedeutung. Hier kann der Fahrer beeinflussen, wie hoch der Verbrauch bei der Nutzung seines Fahrzeuges ausfällt. Nachfolgend sind eine Reihe von Aspekten genannt, über deren Handhabung der Fahrer den Verbrauch seines Fahrzeuges wesentlich mitbestimmt.

Beispiele für beeinflussende Nutzungsbedingungen und Fahrstilaspekte:

Fahren mit Dachträgern oder Heckträgern verursachen erhöhten Luftwiderstand und damit einem Mehrverbrauch. Während ein leerer Dachträger für Fahrräder bei 100 km/h mit ca. 10% Mehrverbrauch zu Buche schlägt sind dies schon bis zu 40 % wenn auch noch 3 Fahrräder montiert sind. Ähnlich Werte gelten auch für Heckträger zum Fahrradtransport (Quelle ADAC).
Ballast an Bord aufgrund des Gewichtes mitgeführter Gegenstände im Kofferraum erhöht ebenfalls den Verbrauch, weil diese zusätzliche Masse im Fahrbetrieb mit Energie aus dem Kraftstoff zu beschleunigen und zu verzögern ist.
Es wird empfohlen den Motor bei Halts von mehr als 15 Sekunden abzuschalten, sofern er bereits Betriebstemperatur erreicht hat. Aus Sicherheitsgründen darf der Motor aber nie während der Fahrt abgeschaltet werden.
Das Fahren mit hoher Geschwindigkeit führt zu deutlich höherem Verbrauch. Bei der Absenkung der Geschwindigkeit auf der Autobahn von beispielsweise 160 km/h auf 130 km/h kann mit einer Ersparnis von mehr als 10 % gerechnet werden.
Fahren mit zu wenig Luftdruck in den Reifen erhöht den Rollwiderstand der Reifen. So hat der ADAC für eine Unterschreitung des Solldruckes um nur 0,2 bar einen Mehrverbrauch von ca 1% ermittelt. Besser für den Verbrauch sind leicht erhöhte Werte des Reifenluftdruckes indem man sich beispielsweise an den Sollwerten für die Maximalbeladung des Fahrzeuges orientiert.
Der Betrieb von elektrischen Verbrauchern und Zusatzaggregaten wie Klimaanlage geht natürlich ebenfalls auf Kosten den eingesetzten Kraftstoffes. 400 W elektrische Leistung (z. B. für Sitz- und Heckscheibenheizung) bedeuten nach Angaben des ADAC ca. 0,5 l/100 km Mehrverbrauch. Angaben für den Verbrauch einer Klimaanlage liegen zwischen 0,3 - 1,8 l/100 km. Die hohen Werte gelten für den Stadtverkehr mit geringen Geschwindigkeiten. Selbstverständlich darf die Sparsamkeit nicht auf Kosten der Sicherheit geschehen. Ohne Licht bei Regen oder Nebel zu fahren ist am falschen Platz gespart.
Die Fahrweise ist ebenfalls ein sehr wichtiger Beitrag zum sparsamen Betrieb eines Fahrzeuges. Letztendlich entscheidet der Fahrer wie viel Kraftstoff er wann einsetzt. Folgt direkt auf eine starke Beschleunigung eine harte Bremsung, so wird die soeben gewonnene kinetische Energie des Fahrzeuges gleich wieder in Wärme umgesetzt und ist für die weitere Bewegung des Fahrzeuges verloren. Für eine sparsame Fahrweise gilt: zügig beschleunigen und dann bei niedrigen Drehzahlen gleichmäßig fahren. Vorausschauendes Fahren mit genügend Abstand zum Vorausfahrenden gibt dem Fahrer in allen Situationen mehr Zeit zum Reagieren und Handeln. Es ermöglicht dem Verkehrsfluss durch sanftes Loslassen bzw. Betätigen des Gaspedals zu folgen und dabei auf eine Vielzahl von Bremsungen und starken Beschleunigungsvorgängen zu verzichten. Der ADAC beziffert die Auswirkungen einer angepassten Fahrweise mit 10 - 20 % Ersparnis. Die DEKRA Akademie bietet Kurse zum Erlernen einer sparsamen Fahrweise an.

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